Anspruchsvolle Workshops, tolle DJ’s, eine super Stimmung und eine schier unerträgliche Hitze zeichneten die „KizInvasion Munich“ am Ostersonntag aus. Die Partyreihe ging am 16. April in ihre zweite Runde. Von Taxitänzern organisiert und begleitet, trafen sich um die 400 Kizomberas und Kizomberos in den Räumlichkeiten des SBZ Fideliopark in München ein, um auf 2 Floors die Nacht über zu tanzen.

Junge Partyreihe auf hohem Niveau

Relativ kurz entschlossen entschied ich mich zur Kizombainvasion nach München zu fahren. Gehört hatte ich von dem noch relativ jungen Projekt bisher durchweg Positives. Nach gut zwei Stunden durchregneter Fahrt, kam ich gegen Spätnachmittag beim SBZ Fideliopark an. Tagsüber gab es anspruchsvolle Workshops diverser Artisten wie Doumb aus Paris oder Daniela aus Frankfurt. Stone’s aus Bremen und Silvia von Afromoves aus Stuttgart waren als VIP zu Gast. Bereits nach kurzer Zeit beim Social Dance wird mir klar, dass hier ein tänzerisch sehr hohes Niveau geboten ist. Sowohl bei den männlichen Tänzern als auch bei den weiblichen Tänzerinnen. Bei 55 Taxitänzern wundert dies kaum, wirklich jede/r kam hier tänzerisch voll auf seine Kosten. Generell gab es jedoch mehr Tänzerinnen als Tänzer.

Trotz nachteiliger Location eine super Stimmung

Das große Manko jedoch ist die Location selbst. Rein vom Ambiente her ist sie schon wenig spektakulär und wenig schön anzusehen, aber die Temperatur und Luft im Raum war irgendwann kaum mehr erträglich. Hier waren sich alle Gäste einig. Egal ob Mann oder Frau, bei beiden blieb kein Kleidungsstück trocken. Um für Belüftung zu sorgen, mussten in regelmäßigen Abständen alle Fenster geöffnet werden, dabei wurde die Musik abgestellt, da die in einem Wohngebiet liegende Location, sonst zu viel Lärm gemacht hätte. Entsprechend wurden die Tänzer immer wieder aus dem Tanzen gerissen.

Der Live-Auftritt von Martina Flei, die die Musik an der Violine beeindruckend begleitete, war eine schöne musikalische Ergänzung. Leider wurde auch hier die Stimmung immer wieder abgebrochen, da jedes einzelne Lied wieder erneut angesagt wurde. Der Stimmung wäre es zuträglicher gewesen, die Künstlerin einmal anzusagen und erst nach Abschluss ihres Auftrittes wieder zu verabschieden. Auch wäre es schön gewesen, sie auf einer kleinen Bühne oder Podest spielen zu lassen. Da sie einfach vor dem DJ stand konnten sie nur die Personen in unmittelbarer Nähe sehen. Dennoch ergänzte die Darbietung von Martina das gewisse Etwas zur Musik und wurde mit entsprechendem Applaus belohnt. Die ausgewogene Musik und die Auswahl zwischen beiden Kizombastilen (traditionell/Semba und ein extra Urban Kiz Floor) sowie auch die Organisation war professionell und ließ es an nichts fehlen.

Trotz unerträglicher Hitze und den gelegentlichen Stimmungsabrissen war es eine sehr gelungene Party auf sehr hohem tänzerischem Niveau. Die Tänzer hatten einfach Lust zu tanzen und blickten über die hohe Temperatur tapfer hinweg. Ein echter Kizombero lässt sich ja schließlich von Hitze auch nicht abschrecken. Weit nach 4 Uhr in der Früh waren die Kräfte dann aber doch am Ende und ich ließ es für diesen Tag gut sein. Ein Ende der Party schien zu diesem Zeitpunkt aber noch lange nicht in Sicht, der Großteil der Besucher tanzte sich weiterhin guter Stimmung durch die hitzigen Räume, wohl bis zum Morgengrauen.

Kurz & knapp

  • gute Organisation

  • Softdrink-Flatrate inkl. + afrikanisches Essensangebot

  • hohes tänzerisches Niveau

  • Top DJs und Künstler

  • 2 Floors (Traditionell/Semba, Urban Kiz)

  • Location – Temparatur viel zu hoch und unschönes Ambiente

  • Musikunterbrechungen

Die nächste Kizombainvasion findet Anfang Juni dann erstmalig in Stuttgart statt. Man darf gespannt sein, wie das Partykonzept im „Schwabenländle“ ankommt und wir werden auch hier vor Ort sein und berichten.

KizombaInvasion Stuttgart

Fans der Kizombainvasion in München dürfen sich bereits jetzt freuen, denn die Organisatoren sind bereits jetzt auf der Suche nach einer alternativen Location. Wir dürfen gespannt sein.

Ein Bericht von Silke Wiedenhöft

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