Die Ergebnisse unserer ersten Online-Umfrage zum Thema Festivals sind ausgewertet. In diesem Artikel möchten wir euch einen Teil der Resultate aufzeigen. Als Sieger gehen ganz klar eine passende Location sowie eine gute Balance zwischen Damen und Herren hervor. Welche Faktoren auch weit vorne liegen und welche überraschend hinten liegen, erfahrt ihr in diesem Bericht.

Daten & Fakten zu den Teilnehmern

298 Personen nahmen an der Online-Umfrage teil. Abgefragt wurde jeweils das Geschlecht, das Tanzlevel, welche Festivalgröße bevorzugt wird, welche Priorisierung bzgl. des Festivalinhaltes gelegt wird und wie viele Festivals pro Jahr besucht werden. Darüber hinaus konnte jeder Teilnehmer fünf von 12 möglichen Merkmalen auswählen, die auf Festivals am wichtigsten für sie sind:

  • festival size
  • ticket price
  • popularity and quality of the teachers
  • popularity and quality of the DJs
  • a wide range of workshops (different styles, levels)
  • presence of taxi dancers
  • shows
  • social dance
  • a nice and suitable location (ambience, quality of dance floor, parking possibilities etc.)
  • balance men/women
  • Internationality (teachers, DJs, guests)
  • all in one service (accommodation deals, catering service, shuttles, etc.)

Aufteilung der Geschlechter und nach Tanzlevel

Die 298 Teilnehmer verteilen sich auf 172 Frauen und 126 Männer. 7 Personen schätzten sich als Beginner/Improver ein, 91 Personen als Intermediate, 166 Personen als Advanced und 34 Personen als Master/Teacher.  Von 298 Teilnehmern nehmen 118 an bis zu fünf Festivals pro Jahr teil, 107 besuchen jährlich zwischen fünf und zehn Festivals und 73 Personen besuchen mehr als zehn pro Jahr.

Priorität des Festivalinhalt

148 Teilnehmer (50%) gaben an, dass Ihnen sowohl das Tanzen als auch Workshops wichtig sind. 135 Teilnehmer (starke 45%) legen ihren Schwerpunkt rein auf das Tanzen selbst. Nur 15 Personen (5%) legen hauptsächlich Wert auf Workshops und Übungsmöglichkeit. Im Trend liegen demnach sowohl reine Tanzfestivals, ohne Workshopprogramm, als auch Festivals mit Workshopprogramm.

Mittelgroße und kleine Festivals liegen im Trend

Priorität der Festivalgröße

Auch wenn große Festivals mit mehr als 1000 Teilnehmern sehr bekannt und guten Zulauf haben,  stehen dennoch mittlere (250-750) und kleine (bis 250) Festivals hoch im Kurs.  Eine persönlichere Atmosphäre gehört zu den Hauptgründen, ebenso wie die leichter zu erreichende Balance zwischen Damen und Herren, die bei großen Events nur schwer zu erreichen ist.

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Location und Balance liegen vorn

Bei der Priorisierung der Festival Eigenschaften liegen eine schöne Location sowie die Balance zwischen Damen und Herren an der Spitze. Eine schöne und passende Location mit Ambiente und passendem Boden gehört für 68% aller Befragten zu den wichtigsten Merkmalen eines Festivals. Dicht gefolgt mit 65% ist eine gute Balance wichtig. Der in den letzten Jahren immer gefragtere Social Dance ist überraschenderweise auf Platz drei, noch vor der Popularität und Qualität der Deejays. Dies ist ein klares Zeichen für die Ausweitung des Social Dance, was in den letzten zwei Jahren bereits vermehrt zu beobachten ist.

Gesamtauswertung

Der Ticketpreis findet sich erst auf Platz fünf wieder. Nur 50% geben dies als eines der wichtigsten Merkmale für eine Entscheidungsfindung an und zeigen, dass mehr Wert auf andere Eigenschaften gelegt wird. 44% aller Befragten legen großen Wert auf die gebuchten Tanzlehrer und betrifft in erster Linie diejenigen Teilnehmer, die Workshops für wichtig empfinden.

Nicht zu unterschätzen ist der Service rund um ein Festival. Unterkünfte, Shuttle-Service oder  Komplettpakete werden von 33% der Befragten als sehr wichtig empfunden. Insbesondere von Personen, die mehr als fünf Festivals pro Jahr besuchen und sich nicht mit der Rundumplanung beschäftigen möchten. Je mehr Festivals besucht werden, desto einfacher soll die Organisation der Festivalreise sein. Ein Tipp für Veranstalter könnten unter anderem Komplettpakete sein, die sowohl Ticket als auch Hotelunterkunft und ggfs. Shuttle-Service beinhalten. Der Mindestservice sollte die Nennung von Hotels in Locationnähe sein sowie Kontaktdaten dieser. Teilnehmer, die alles selbst recherchieren und organisieren müssen, könnten unter Umständen wegbrechen.

Bei rund 20% liegen die Festival Größe, die Vielfalt an Workshops und überraschend weit hinten die Internationalität der Veranstaltung sowie die Präsenz von Taxitänzern. Da die Balance im Allgemeinen als sehr wichtig empfunden wird, überrascht die Tatsache, dass die Anwesenheit von Taxitänzern als nicht so wichtig erachtet wird. Das Ergebnis zeigt, dass die Teilnehmer zwar eine gute Balance möchten, aber nicht unbedingt durch den Einsatz von „zu vielen“ Taxitänzern.

Mit nicht einmal einer Stimme finden sich die Shows auf dem letzten Platz ein. Auch wenn die Darbietungen oftmals eine tolle Ergänzung sind und eine Möglichkeit der Künstler, sich und ihr Können zu präsentieren, so ist es für keinen Teilnehmer unter den Top 5 Prioritäten eines Festivals. Insbesondere, da die Teilnehmer es bevorzugen selbst zu tanzen.  Auf vielen Festivals ist dieser Trend bereits zu erkennen und die Showeinlagen verkürzen sich drastisch oder werden überhaupt nicht mehr angeboten.

Priorisierung der jeweiligen Geschlechter

Vergleich Frauen und Männer Prioritäten

Der größte Unterscheid zwischen Frauen und Männern liegt logischerweise in der Balance. Für Frauen ist die Balance mit 85% das wichtigste Kriterium bei einem Festival, gefolgt von der Location. Aber auch bei Männern ist die Balance mit 38% immerhin auf Platz sechs und zeigt, dass auch sie eine entspannte Atmosphäre genießen, anstatt im Akkord mit den wartenden Damen zu tanzen. Ebenfalls zeigt sich, dass die Frauen zwar mehr Wert auf die Präsenz von Taxitänzern legen, jedoch längst nicht so wichtig ist wie andere Merkmale. Mit gerade mal 32% liegt die Präsenz von Taxitänzern bei Damen lediglich vor den Shows, der Festivalgröße, der Workshopvielfalt sowie der Internationalität.

Priorisierung Männer

Priorisierung Frauen

Männern hingegen ist mit 78% eine gute Location auf Platz eins, gefolgt von topp Deejays und Social Dance Möglichkeiten.

Für Veranstalter bedeutet dies, vermehrt auf eine gute Balance zu achten, ohne dabei allzu viele Taxitänzer einzusetzen. Gerade diese Aufgabe ist nicht einfach und wird schwieriger, je größer die Veranstaltung ist. Außerdem bekommt der Social Dance einen immer größeren Stellenwert. Veranstaltungen, die bisher noch kein Social Dance anbieten, sollten sich diese Möglichkeit für zukünftige Events genauer ansehen.

Social Dance bekommt hohen Stellenwert

Insbesondere bei den Teilnehmern, deren Priorität das Tanzen selbst ist, liegt das Social Dance ganz weit oben. Vermehrt melden Veranstalter, dass Gäste lediglich zum Social Dance kommen möchten. Social Dance liegt bei dieser Gruppe gleichauf mit der Location. Wichtigste Eigenschaft für die Frauen ist abermals die Balance, was logisch ist, da sie nicht am Rand lange auf einen Tanzpartner warten möchten. Für die reinen Tänzer ist entsprechend auch die Deejay Auswahl wichtig. Veranstalter, die ihren Schwerpunkt inhaltlich auf das Tanzen legen, sollten bei der Deejay Auswahl auf Popularität und Qualität Wert legen und möglichst lange Social Dance Möglichkeiten schaffen.

Gruppenauswertung: Priorität Tanzen

Betrachten wir hingegen die Gruppe, die sowohl Wert auf das Tanzen als auch auf Workshops legt, liegen gut ausgewählte Tanzlehrer weit vorne, dafür wird die Social Dance Möglichkeit in dieser Gruppe nicht ganz so hoch bewertet. Dafür wird mehr Gewicht auf eine breite Auswahl an Workshops gelegt. Auch in dieser Gruppe legen die Frauen viel Wert auf eine gute Balance, unter anderem, um in den Workshops nicht ohne Trainingspartner teilnehmen zu müssen. Gegebenenfalls können Veranstalter hier mit Gastherren arbeiten, die bei den Workshops aushelfen.

Gruppenauswertung: Priorität Tanzen und Workshops

Fazit

Wer ein topp Festival organisieren möchte, egal ob klein, mittel oder groß, kann mit einer schönen und passenden Location und einer guten Balance zwischen Damen und Herren punkten und sich damit eventuell von den vielen Wettbewerbern abheben. Wichtig ist, dass die Balance nicht unbedingt durch Taxitänzer ausgeglichen werden muss, was Veranstalter jedoch vor eine Herausforderung stellen wird. Eine Alternative könnten Gastherren sein, die dann auch bei Workshops aushelfen müssen. Auch die Qualität der Deejays und Lehrer ist potentiellen Teilnehmern wichtiger als der Ticketpreis. Ein absolutes Muss ist inzwischen das Angebot eines Social Dance. Viele sprechen davon, dass ihnen ein Social Dance inzwischen wichtiger ist als die Party selbst.

Die Internationalität ist überraschendweise nicht so hoch priorisiert wie erwartet. Einen weiteren Pluspunkt können sich Veranstalter mit einem Rundumservice verschaffen. Komplettpakete, Hoteldeals, Shuttle-Services und ähnliches wird sehr gerne angenommen, insbesondere von Teilnehmern, die viele Festivals besuchen und wenig Aufwand mit der Reiseorganisation möchten.

Vollständige Auswertung

Eine vollständige Auswertung mit tiefergehenden Analysen wird im Juni 2019 für Veranstalter zur Verfügung stehen. Dabei werden die einzelnen Bereiche detailliert ausgewertet, analysiert und Optimierungsvorschläge für Veranstalter erörtert. Darüber hinaus werden Ergänzungen aus verschiedenen persönlichen Befragungen ergänzt. Vorbestellungen für die Umfrageauswertung können an info@kizzmag.com gesendet werden.

Vielen Dank an Mariette für Deine Unterstützung bei diesem Artikel.

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