Asangi Kizomba Festival feierte vom 27.-29. Oktober 2017 seine Premiere in Augsburg. Ein Festival für klassische Kizombatänzer sollte es werden und bot entsprechend qualifizierte angolanische Kizombalehrer, die an zwei Tagen verschiedenste Workshops anboten. Was den Charme dieser Veranstaltung ausmacht und welche Verbesserungspotenziale noch da sind, erfahrt ihr in unserem Review.

Artists & DJs

Klein aber fein war das Asangi Kizomba Festival in Augsburg. Asangi steht für „Vielfältigkeit“ und genau die bot Joao Dontana mit seinem vielfältigen Programm aus Afro-Tänzen. Die eingeladenen Künstler, überwiegend angolanischer Herkunft, unter ihnen z.B. Cazuza Kinvula, Josy Semkizz, Mauro De One und Tony Gomes, haben den Teilnehmern überwiegend klassisches Kizomba, Semba, traditionelle Afrotänze aber auch Fusion nähergebracht. Besonders Cazuza sorgte mit schier endloser Energie für ausgelassene Stimmung mit seinem Rebita (Gruppenkreistanz), Afro-Tribal und Afro-House. Die Mischung kam gut bei den Gästen an und auch uns gefiel, dass etwas aus dem normalen Turnus des endlosen Figuren Lernens etwas ausgebrochen wurde.

An den Turntables sorgten DJ Paps, DJ Ecozinho und Deejay Nino für passende Musik, sowohl tagsüber nach den Workshops als auch nachts bis in die frühen Morgenstunden. Unterstrichen wurde das afrikanische Flair durch selbst gekochtes afrikanisches Essen und den Verkauf afrikanischer Kleider.

Kleines Festival mit afrikanischem Touch

Die überschaubare Größe mit ca. 40 Teilnehmern sorgte für eine sehr angenehme, familiäre Atmosphäre. Über zwei Tage fanden jeweils vier bis fünf abwechslungsreiche Workshops statt, die gute Laune bei den Teilnehmern entstehen ließen. Es gab immer wieder Gelegenheiten, zwischen und nach den Workshops in entspannter Atmosphäre zu tanzen und zu üben, was von den Gästen gerne wahrgenommen wurde. Das Männer-Frauen Verhältnis war besser ausgeglichen als auf vielen anderen Festivals und die Künstler halfen sich gegenseitig in den Kursen aus, damit die Ladies während der Kurse keine lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.

 

Potenzial für Organisationsverbesserung

Entspannt war auch die Zeitplanung. So kam es zu einigen, sehr spontanen Änderungen im Programm und sowohl Künstler als auch Gäste standen auch mal vor verschlossenen Türen. Die Gäste schienen das insgesamt sehr gelassen zu sehen – wahrscheinlich hat das lockere Gefühl etwas abgefärbt. Alle Organisatoren wissen, dass immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann und es ist gut, sich auch als Gast nicht darüber zu ärgern. Nichtsdestotrotz würden wir der Organisation empfehlen, im nächsten Jahr mehr auf den Ablauf und die Pünktlichkeit zu achten. Unnötige Wartezeiten ist für niemanden sinnvoll und wird nicht gerne gesehen. Auch ist die Unklarheit darüber, was denn nun als nächstes passiert für das deutsche Gemüt meist weniger angenehm.

Zweiter kleiner Stimmungskiller war der Locationwechsel mitten in der Nacht. Die Party startete in der Workshop Location, wo sowohl die Musik, der Tanzboden als auch die Stimmung gut war. Der Veranstalter legte noch einen kurzen spontanen musikalischen Life Act zusammen mit Cazuza an der Dikanza (Reco-Reco, ein angolanisches Rhythmusinstrument) und Tony an den Percussions ein. Danach musste die Location unglücklicherweise gewechselt werden, was den Abend etwas auseinanderriss. Die Gäste mussten zur neuen Partylocation in der Augsburger Innenstadt fahren, die leider weder einen guten Tanzboden, noch ein angenehmes Ambiente bot. Dort angekommen dauerte es eine Weile, bis die Stimmung glücklicherweise wiederhergestellt war. Bis in die frühen Morgenstunden wurde durchgetanzt und die Gäste kamen sicherlich auf ihre Kosten.

Fazit

PRO:
kleines aber feines Kizomba Festival

  • gute, familiäre Stimmung unter den Teilnehmern und Künstlern
  • der Fokus auf Angola und das klassische Kizomba
  • Qualität der Künstler und DJs besonders geeignet für Leute, die in kleinem Umfeld lernen möchten

 

Optimierungsbedarf:

  • Auch wenn es gut ist, hin und wieder zu entspannen und nicht immer den Blick auf die Uhr zu haben… wir empfehlen mehr Fokus auf die Organisation und einen gut geplanten und entsprechend durchgeführten Ablauf
  • Kein Location Wechsel während der Party sowie eine Location mit geeignetem Tanzboden und Ambiente

Wir finden die Idee und die Philosophie hinter diesem Festival sehr schön und sehen das Potenzial. Dieses Event kann im nächsten Jahr noch besser werden und hat noch Luft für mehr Gäste, die gerne klassisches Kizomba, Semba, Tarraxinha, Fusion und traditionelle Afrotänze lernen und tanzen wollen. Wir sind gerne wieder mit dabei.

KizombADA Wuppertal steht für Kizomba Partys getreu dem Motto „Kizomba @ all Style“ mit Workshops aller Stilrichtungen und wechselnden Dj’s auf den Partys am Freitag & Samstag.

Es wird auf ein gutes Gesamtpaket Wert gelegt:

  • Parkett Tanzboden auf 300qm
  • neu installierte Sound Anlage und auf Kizomba abgestimmte Akustik
  • günstige Getränke und humane Eintrittspreise (Abendkasse 7,00€ zzgl. 3,00€ Mindestverzehr pro Person / pro Party)
  • Restaurant in unterer Area mit leckeren Gerichten und preiswerter Speisekarte (auch vegetarische Gerichte)

Das Special am Freitagabend? Ein Meet & Greet Photo Shooting mit Dj Radikal!

KizzMag ist exklusiv dabei und freut sich gemeinsam mit dem gesamten KizombADA Team auf EUCH!

Mehr Informationen: Hier

Seit sieben Jahren veranstaltet Deutschlands erste Kizombaschule „AfroMoves“ im Großraum Stuttgart ein jährliches Kizombafestival und bietet neuerdings neben gewohnt hochwertigen Artisten und DJs, auch eine Salsa- und Bachatatanzfläche, als Ergänzung zum umfangreichen Kizombaprogramm.

Wie jedes Jahr dürfen Kizomberas und Kizomberos auf hohe Qualität setzen. Laurent Yishú, Ronie Saleh, Vie & Sir J. sowie Juneline und weiteren Top-Künstlern werden insgesamt 30 Workshops in allen Levels und Bereichen angeboten + Beginner Bootcamp. Das beliebte Beginner-Bootcamp steht ebenfalls wieder auf dem Programm und bietet Neulingen den ultimativen Einstieg in die Kizombawelt. Sowohl für absolute Anfänger ohne Vorkenntnisse als auch für Tänzer mit Vorkenntnissen ist das Bootcamp geeignet.Nach Abschluss des Bootcamps sind die Teilnehmer in der Lage, auf den Partys mitzufeiern und später auf diesen Fertigkeiten weiter aufzubauen. 70€ kostet das Bootcamp und beinhaltet auch den Eintritt zu den Partys.

Ein großer Social Room steht ab Nachmittag zur Verfügung und lädt zu entspannten Tänzen ein. Ausgewählte Taxitänzer sorgen für Ausgleich und Tanzvergnügen. Auch für Herren stehen dieses Jahr weibliche Taxitänzerinnen zur Verfügung. Perfekt, wenn „Mann“ sich nicht so recht traut oder noch unsicher ist.

Neu in diesem Jahr ist eine Bachatatanzfläche für alle, die hin und wieder etwas Abwechslung suchen. Ein „Silent“ Social Room steht dieses Jahr ebenfalls neu auf dem Programm – wir dürfen gespannt sein. Außerdem wird ein „Jack & Jill“ Tanzwettbewerb veranstaltet. Ein Wettbewerb mit zufälligen Tanzpartnern, der spontanes, kreatives und musikalisches Tanzen verbindet, ohne Choreographie und vorherige Abstimmung. Ein echter Social-Tanzwettbewerb. Gewertet werden dabei nicht die kompliziertesten Schrittkombinationen, sondern das „Zusammenspiel“ des Tanzpaares zur Musik. Natürlich gibt es für die Sieger auch tolle Preise zu gewinnen.

DJ Stefanio Lima aus Rotterdam, DJ Narc6, der 2017 einen Senkrechtstart hingelegt hat und DJ Dameri sorgen nebst weiteren für den besten Mix aus Kizomba traditionell, Urban Kiz, Tarraxinha und Semba. DJ Paluxe, bekannt vom Mulini Beach in Rovinj wird dieses Jahr zum ersten Mal mit dabei sein.

Tickets gibt es über die Webseite oder über den Facebook-Veranstaltungslink. KizzMag ist zum zweiten Mal in Folge dabei und wird abermals berichten.

 

Tato, dies ist das erste Kizomba Festival in Ecuador, und Du (BK Baila Kizomba) und William Matos (Estilo Latino) habt es initiiert. Wie hat alles begonnen?

William und ich trafen uns im Mambo Cafe, einer stadtbekannten Salsathek in Quito – unser Gesprächsthema: Kizomba. Wir unterrichten beide und hatten beschlossen, eine gemeinsame Tanzshow Gruppe ins Leben zu rufen. Als Künstler sind wir auch immer von finanziellen Aspekten abhängig. Dementsprechend kamen Zweifel auf, ob wir überhaupt auf Null raus kommen, als wir über ein Festival nachdachten. Wir riskierten es dennoch und gaben uns vier Monate Zeit, alles zu organisieren – Location und genug gute Lehrer, um die Workshops und Partys über drei Tage anzubieten. Die Pool Party war einer der letzten Punkte auf unserer Liste. Wir wollten das Festival mit einem entspannten letzten Tag beenden, ein wenig im europäischen Stil in einer besonderen Location.

Dann brauchten wir noch einen sprechenden Namen für das Festival. Wir einigten uns auf Kiz’Me, denn es dreht sich alles um Kizomba und um uns – die Tänzer. Wir möchten, dass der Tanz und das Gefühl das er vermittelt in unserem Land Verbreitung findet. In Ecuador und dessen Nachbarländern gibt es noch nicht viele Lehrer, die Kizomba pushen. In unseren Bemühungen wandten wir uns auch an Künstler in nahe gelegenen Ländern wie Kolumbien und Venezuela.

Wie hast Du von Kizomba erfahren und es gelernt? Worin besteht Deine Motivation, es in Südamerika bekannt zu machen?

Ich habe Albir Rojas in Panama kennengelernt und fand großes Interesse an seinem Tanzstil. Ich bewundere auch die Art, wie er Schülern hilft neue Fertigkeiten zu erlangen und Selbstvertrauen aufzubauen. Als Albir nach Spanien zog, um dort Kizomba zu lehren, beschloss ich bei ihm diesen aufregenden, noch kaum bekannten Tanz zu lernen. Also ging ich für zweieinhalb Jahre nach Spanien.

Ich genoss es und verliebte mich in den Tanz. Beim Kizomba empfinde ich eine tiefere Verbindung mit meiner Partnerin als bei jedem anderen mir bekannten Tanz. Die Menschen sollen verstehen, dass es mehr gibt als Salsa und Bachata und dass wir mehr können, als auf 1-2-3 – 5-6-7 zu tanzen sowie eigene Figuren im eigenen Rhythmus und eigener Geschwindigkeit tanzen zu können. Selbstverständlich immer unter respektvoller Einhaltung der Grundlagen.

Kizomba Ecuador Johnny Uday

Du teilst also Deine Leidenschaft mit anderen – hast Du auch die Möglichkeiten im Kopf, die daraus erwachsen, dass Du unter den ersten Kizomba Lehrern hier bist?

Wirtschaftlicher Erfolg ist gut möglich. 100% meiner Arbeitszeit widme ich dem Tanzen. Entsprechend sehe ich es nicht nur als ein Hobby. Was mich am meisten bewegt ist jedoch der Gedanke an die Menschen, die nachkommen. Ich möchte etwas hinterlassen und möchte wissen, dass die Leute die ich beeinflusse den Tanz zukünftig in Ecuador weiterführen.

Wie nehmen Tänzer in Lateinamerika Kizomba wahr?

Hauptsächlich wird es als etwas sehr Sinnliches wahrgenommen. Manche sagen auch Kizomba sei sexy, aber das sind zwei komplett andere Dinge. Es gibt „sexy“, und es gibt „sinnlich“. Vor allem Leute in den Küstenregionen genießen die Sinnlichkeit. Es gibt auch auf anderem Gebiet Verwirrung,  wenn Kizomba als Mischung zwischen Bachata und Tango beschrieben wird. Ich weise dann immer darauf hin, dass das nicht korrekt ist. Kizomba hat seinen eigenen Rhythmus, Percussion und Tempo. Es ist keine Mischung. Es hat seinen eigenen Ursprung in Afrika.

Latinos sehen Kizomba als etwas sehr Erfrischendes für den Körper, etwas Erleichterndes. Die Leute sagen “Wow, ich fühle mich so verbunden mit meinem Partner, so verstanden.” Ich denke in ein bis zwei Jahren wird vermehrt Kizomba in Lateinamerika zu hören sein. Es gibt schon große Projekte, Kizomba in Kolumbien und Argentinien zu promoten und auch in Peru und Venezuela findet es momentan Einzug. Wir Künstler sind in Kontakt und ich habe richtig gutes Feedback erhalten dafür, dass ich die Szene hier unterstütze.

Ich habe das Festival als sehr persönlich erlebt dank Deiner Organisation und dem direkten, freundlichen Kontakt vorab. Kannst Du unseren Lesern vielleicht ein paar Fakten und Zahlen nennen?

Neben mir, Tato Mendez (BK Baila Kizomba), gab es noch weitere drei Künstler: Sol Perez (Kizomba Ibarra), Johnny Uday (Salserios, Quenca) und William Mato (Venezuela).

Das Allan Dee Dance Squad wird nächstes Jahr mit von der Partie sein.

Es gab 33 Workshop Teilnehmer. Auf den Abendpartys hatten wir 70-80 Gäste und ca. 20 Mitarbeiter sowie Showtänzer gezählt. Diese 100 Personen haben das Mambo Cafe perfekt gefüllt.

Unser Hauptziel war es, Kizomba bekannter zu machen, nicht Geld zu machen. Der Full Pass für drei Tage hat nur $24 gekostet, was gerade so unsere Kosten deckte.

Und alle schienen richtig Spaß zu haben…

Absolut! Die Leute waren glücklich und berührt. Wir haben Anfragen erhalten das Festival bitte fortzuführen und nächstes Jahr wieder zu veranstalten. Die positive Energie, die Lehrer und Mitarbeiter verbreitet haben und die schönen Erfahrungen, die Freude sowie neu geschlossene Freundschaften waren großartig und gaben einen kleinen Einblick in die Kizomba Kultur.

Viele der europäischen Festivals sind sehr fokussiert auf Kizomba, oft exklusiv. Ihr habt Euch entschieden, auf den Abendparties Kizomba, Salsa und Bachata zu mischen. Was war der Grund für diese Entscheidung? Glaubst Du Kizomba wird in Lateinamerika auch in der Zukunft stärker gemeinsam mit anderen Tänzen gelebt werden?

Vor einer Weile ging es in Quito nur um Salsa. Bachata stieß nicht auf viel Resonanz. Plötzlich wurde es ein Hype und Bachata und Salsa endeten irgendwann gleichauf. Es besteht eine realistische Chance, dass Kizomba das auch schafft oder vielleicht sogar die Popularität von Bachata übersteigen wird. Doch das können wir heute noch nicht wissen.

Auf dem Festival wollten wir nicht exklusiv sein, da wir viele Salsa und Bachata Tänzer haben, die noch Kizomba Anfänger sind. Wir sind einander sehr aufgeschlossen.

Wie siehst Du die Kizomba Szene in 5 Jahren?

Schon heute kann man hier in Ecuador Kizomba im Radio und Fernsehen hören. Es gibt Dokus über das neue Genre. “Wer ist diese blonde Frau mit den phänomenalen Moves? Lara Lopez. Sie war Balletttänzerin, hat Wettbewerbe mit Albir getanzt und gewonnen und boom!” Ich denke, in fünf Jahren könnte es neben unserem noch viele weitere Festivals geben. Wir laden auch “Asi se Baila Guayaquil” (ein großes Salsa Festival) ein, der Kizomba Community ihre Tore zu öffnen. Wir sind absolut offen und helfen gerne mit Workshops etc.

Wahrscheinlich wird es in fünf Jahren viel mehr Kizomba in ganz Lateinamerika geben. Es gibt Promoter in Kolumbien, Venezuela, Argentinien, Brasilien, Peru…

Habt Ihr Pläne für ein nächstes Festival? Gibt es etwas, das Ihr anders machen würdet?

Ja, es wird ein nächstes Mal geben und zwar Anfang August. Was werden wir anders machen? Ich denke darüber nach, die Sache mit einem Ausflug zum Strand aufzupeppen.

Bis dahin haben wir im November eine Kizomba Party mit dem Motto “ángeles y demonios”.

Tato, es hat mich gefreut, Dich kennenzulernen. Danke für das Interview.

Danke Dir und den Machern von kizzmag.com!

Ein Interview von Klaus

Mehr Informationen über Tato Mendez: Hier

 

 

FIKi 18 Festival: Finnlands International Kizomba Festival

Entschuldigung bei allen Deutschen, die dachten es sei etwas anderes ;-p

Ein kleines, gemütliches, spezielles Festival mit großem Fokus auf Qualität, statt Quantität. 16 und mehr internationale Künstler für qualitativ hochwertigen Unterricht in Kizomba, Semba, Tarraxinha, Kizomba Fusion, Urban Kiz, Kuduro und AfroHouse: Miguel & Susana, Paulo & Lana, Ronie Saleh, Maria & Arnold, Fabio Krayze nebst weiteren werden dort sein, um ihre Leidenschaft und Fähigkeiten weiter zu geben.

Erwartet keine große Anzahl einstündiger Workshops mit einer großen Anzahl von Leuten! Alle Workshops dauern 1,5 Stunden und konzentrieren sich darauf, euer Tanzniveau auf ein höheres Level zu bringen und gelernte Techniken und Moves intensiver zu verinnerlichen.

Special – Finnische Sauna

 

Alle, die wahre finnische Kulturerfahrung erleben möchten, haben die Möglichkeit das Sonntags „Special“ zu besuchen – finnische Sauna!

Wer noch nie in Finnland war, sollte diese Möglichkeit nutzen. Am Montag findet eine offizielle After Party bei „AfroLatin Nights“ in Helsinki statt, die am längsten bestehende AfroLatin Party auf zwei Tanzflächen.

Mehr Informationen zum Festival findet ihr hier!

KizzMag wird dabei sein und berichten!

Wir berichteten bereits über die X-Mas Gala in Kassel unter Regie von Sabine Kolle. Allgemein als „Bestes Festival“ in Deutschland bekannt, wird nun der Kampf um Tickets, insbesondere der Damentickets immer größer. Kreative Versuche ein Damenticket zu bekommen und Männer, die sich noch ein „Free Ticket“ ergattern möchten, rauben der Vorbildorganisatorin Zeit und Nerven. Warum sie ihren konsequenten Weg weiter durchzieht, erfahrt ihr im Folgenden.

Der Kampf um Damentickets

Jedes Jahr dasselbe Spielchen. Wenige Wochen vor der Xmas Gala versuchen Damen noch ein Ticket zu ergattern, um eines der besten Festivals in Deutschland zu besuchen. Warum? Ganz einfach, überall ist bekannt, dass dieses Event einmalig ist. Familiär, tolle Artisten und DJs, sorgfältig ausgewählte Taxitänzer, eine wunderbare Location und ALLEM VORAN – ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Tänzer und Tänzerinnen. „Jeder soll die Möglichkeit haben zu tanzen und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen“ so Sabine. Die Damen unter uns rechnen ihr das hoch an, die wenigsten Organisatoren legen hierauf ihre Priorität – Hauptsache Tickets verkaufen. So nicht bei Sabine. Sie schließt hart den Ticketverkauf für Damen, sofern die Balance nicht mehr gewahrt ist und öffnet erst wieder, wenn sich weitere Herrentickets verkaufen. An dieser Regelung wird nicht gerüttelt.

Damit stößt sie momentan nicht bei allen auf Begeisterung. Es werden auch kreative Wege gesucht, um dennoch an der Xmas Gala teilnehmen zu können. So versuchen sich Damen auf Herrentickets zu registrieren oder zwei Damen registrieren sich auf ein „Couple-Pass“. Aber so funktioniert es nicht. Auch die zahllosen Versuche, Sabine zu Ausnahmen zu überreden sind zwecklos. Es werden keine Ausnahmen gemacht. Dies führt mitunter auch zu nicht sonderlich netten Nachrichten, die Sabine in den letzten Tagen und Wochen erhalten hat.

Daher möchte wir auch von Seiten KizzMag einen persönlichen Kommentar abgeben. Liebe Damen, besorgt euch euer Ticket rechtzeitig. Wer zu spät kommt, hat eben Pech gehabt und muss es im nächsten Jahr probieren. Ausnahmen können nicht gemacht werden, denn wo fängt es an und wo hört es auf? Unzählige Male höre ich Beschwerden über Events, bei denen die Damen in Reihen stehen müssen und darauf hoffen müssen, von einem Tänzer entdeckt und aufgefordert zu werden. Gäbe es diese vielen Ausnahmen, wäre genau dies auch das Resultat. Ziel ist doch aber ein schönes Event mit einer super Balance, welches für alle Seiten entspannter ist.

Keine Freitickets für Männer

Auch die Herren versuchen nun ihr Glück in dieser Lage. Es werden noch männliche Gäste benötigt, dies ist wohlweislich durch diverse Postings bekannt. Der Versuch nun Freitickets zu ergattern oder sich als zusätzlichen Taxitänzer anzubieten kann nicht Sinn der Sache sein. Die geplanten Taxitänzer sind gebucht und es wird keine zusätzlichen engagiert. Bitte akzeptiert, dass es nur noch kostenpflichtige Tickets gibt. Ein qualitativ hochwertiges Event wie dieses kostet eben auch Geld, entsprechend müssen auch Einnahmen generiert werden. Wer hohe Qualität möchte, sollte dies entsprechend honorieren und sich das Ticket kaufen.

Top Event unterstützen!

Ihr möchtet weiterhin ein hochqualitatives Event auf das man sich das ganze Jahr freuen kann? Ihr möchtet weiterhin, dass Sabine Kolle, die dieses Event zum Großteil alleine stemmt zukünftig auch weiterhin organisiert? Dann bitte akzeptiert ihre Organisation und ihre Entscheidungen. Männer, kauft euer Ticket und tragt aktiv dazu bei, dass wir uns auch zukünftig auf dieses Event freuen dürfen.

 

Anzahl der Festivals steigt stetig

Beeindruckend! Inzwischen gibt es so viele Festivals, dass man kaum noch den Überblick behalten kann. Wir haben versucht, alle Festivals zu finden und haben sie euch in einer Liste zusammengefasst. Knapp 40 Festivals finden diesen Oktober statt, davon 7 in Deutschland. Wer noch auf der Suche nach einem passenden Festival ist, wird jetzt mit Sicherheit fündig.

Gefahr der Übersättigung

2017 kommen wir in Europa auf mindestens 250 Kizomba Festivals, darunter auch Mischfestivals mit Salsa und Bachata. Ein Abflauen neuer Events ist noch lange nicht in Sicht. Organisatoren haben den Kizombatrend längst entdeckt und möchten natürlich auf dieser Welle mitreiten.

Immer neue Projekte werden geplant und von neuen Organisatoren vorangetrieben. Man darf gespannt sein, wie sich die Szene weiterentwickelt. Eine Übersättigung an Festivals wird über kurz oder lang die Folge sein. Es treten schon die ersten Anzeichen auf, so werden Festivals aufgrund zu geringer Teilnahme abgesagt oder sind deswegen nicht profitabel. Oft passiert dies aufgrund von Konkurrenzveranstaltungen in unmittelbarer Nähe zur selben Zeit. Natürlich wächst auch die Kizomba Gemeinde, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie sich derzeit die Events entwickeln. Und die Wenigsten können es sich leisten, jeden Monat ein Festival zu besuchen, was meiste nicht nur mit Ticketgebühren, sondern auch mit Fahrt- und Übernachtungskosten sowie Verpflegungsaufwendungen verbunden ist.

Lieblos veranstaltete Events, die oftmals nur veranstaltet werden um „Kasse“ zu machen, werden diese Entwicklung nicht überleben.  Überleben werden dies nur Organisatoren, die sich über Jahre etabliert haben oder ein sehr gutes Event veranstaltet haben. Mundpropaganda ist hier das A und O und die, die mit Herzblut dabei sind, haben hier die besten Karten.

Die Events findet ihr auch in unserem Festival-Guide.

Das verlängerte erste Juniwochenende ließ die Kizombagemüter erhitzen – nicht nur wegen der tollen Musik sondern auch der Hitze wegen, mit der alle zu kämpfen hatten. Im Rahmen einer Benefizveranstaltung für „Wir helfen Kindern“ tanzten rund 500 Teilnehmer sowie 100 Lehrer, DJs, Taxitänzern und Helfer für eine gute Sache und trotz Organisationsschwächen hat die Kizombainvasion Stuttgart einen tollen Start hingelegt.

Hohe Temperaturen

Ja, man kann durchaus sagen, dass die Organisatoren der KizombaInvasion dieses Jahr kein großes Glück mit den Locations bzw. derer Temperaturen hatten. Wie bereits in München mussten die Teilnehmer hohe Temperaturen hinnehmen. Bei Räumlichkeiten direkt unter dem Dach, niedriger Deckenhöhe und hohen Außentemperaturen um die dreißig Grad lassen sich solche Temperaturen kaum beeinflussen. Absolut Topp – die Organisation reagierte umgehend: Am nächsten Tag wurden mindestens ein Dutzend leistungsstarke Ventilatoren im Baumarkt besorgt, um der Hitze wenigstens ein bisschen entgegenwirken zu können. Ein Merkmal guter Organisatoren, die Gegebenes nicht einfach nur hinnehmen, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv reagieren!

Tolle Partystimmung

Wie auch in München ließen sich die Partygäste aber nicht davon abhalten ihren Spaß zu haben. Mit DJs wie Selekto Mao, Narc6 oder Remcy und Saul aus München und vielen weiteren klasse Deejays, konnte man sich auch schwer zurückhalten. Die Musik war abwechslungsreich und mitreißend, egal ob Urban Kiz Floor oder der Tanzfläche mit klassischem Kizomba. Der Social Dance war proppenvoll und voller gut gelaunter Tänzer. Insbesondere die Aufgabe der Taxitänzer wird bei der KizombaInvasion sehr ernst genommen und man sieht, dass die Gruppe sehr darauf achtet, dass niemand lange auf einen Tanz warten muss (Frauen wie Männer). Die Taxitänzer/innen haben einen tollen Job gemacht und ihr Bestes gegeben, um die Gäste tänzerisch glücklich zu machen. Das warme Wetter hatte natürlich auch seine Sonnenseite, so entstand im Vorhof ein spontaner Outdoor-Social Dance. Die Gäste genossen zu eingängigen Kizombasongs die Nachmittagssonne.

Die zwei parallel stattfindenden Workshops hatten vom Beginnerlevel bis hin zur Masterclass fast alles zu bieten; Urban Kiz, Kizomba Flow, Afro, Men- und Ladystyle, Musicality und weitere. Stone’s & Sabine, Yasmeen Diamond, Franky Kizzfly, Arnaud & Inna oder Donald Wilson nebst weiteren gaben in ihren Workshops ihre Kenntnisse weiter. An allen Abenden gab es zwei Tanzflächen, um sowohl den Urban Kiz Fans als auch den traditionellen Tänzern und Sembafans ein tolles Tanzerlebnis zu bieten.

Organisationsschwächen

Beim Workshopplan tauchten auch erste Organisationsschwächen auf. Wechselnde Workshoppläne vor Beginn des Events führten zu Missverständnissen unter den Teilnehmern. So fand sich eine bereits fortgeschrittene Tänzerin plötzlich im Beginner Workshop wieder und wechselte erst verspätet in den richtigen Workshop. So erging es auch manch anderen Teilnehmern. Ein aktueller Plan war zwar an jeder Tür nochmals ausgehängt, jedoch wurde dies von manchen übersehen. Grundsätzlicher Tipp: Vor Workshopbeginn nochmals einen aktuellen Workshopplan geben lassen. Kurzfristige Änderungen können aufgrund verschiedener Gründe wie bspw. Krankheit auf jedem Festival passieren.

Sonntag kam der Zeitplan dann völlig durcheinander. Aufgrund eines ausgefallenen Künstlers wurde der Beginn der Workshops verschoben, womit sich der komplette zeitliche Ablauf änderte. Das Mittagessen kam statt mittags erst nach 16 Uhr, um den weiteren Ablauf einigermaßen ausgleichen zu können. Teilnehmer, die sich nach der durchgetanzten Nacht aus dem Bett gequält hatten, waren nicht begeistert über diesen Umstand. Viele Teilnehmer störten sich an der Verschiebung des Zeitplanes und für so manche Künstler führte es zu Problemen bei ihrer eigenen Zeitplanung. Für Organisatoren ist es grundsätzlich eine Mammutaufgabe, sobald Künstler oder DJ’s ausfallen, wie in diesem Falle. Kurzfristig wird nach Ersatz gesucht und nicht immer lässt sich das sofort lösen. Technische Schwierigkeiten mit der Anlage verzögerten den Ablaufplan zusätzlich. Die Organisatoren wissen um die Problematik und werden nach dieser Erfahrungskurve ein besonderes Auge darauf haben. Sehr dankbar ist die Organisation für die Unterstützung der Künstler und DJs, die kurzfristig eingesprungen sind, um die ausgefallenen Personen zu ersetzen.

Wohltätigkeit und Tanzen im Vordergrund

Alles in allem und trotz Hitze und diverser Organisationsschwächen, die bei einem ersten Event durchaus vorkommen dürfen, war es ein gelungener Start in Stuttgart. Das Organisationsteam steht mit dem Herzen dahinter und man spürt, dass der Spaß am Tanzen im Vordergrund steht und keine kommerziellen Zwecke. Die Zusammenarbeit mit  „Dekasa – Deutsch-kamerunischer Samariter e.V.“, die sich über fast alle Kizomba Invasion Veranstaltungen zieht zeigt, was für ein tolles Projekt hier aufgebaut wird. Alles was Ende des Jahres übrig bleibt, kommt dem gemeinnützigen Verein zugute. Mit der diesjährigen Erfahrungskurve darf man auf eine tolle KizombaInvasion Stuttgart im Mai 2018 rechnen. Die nächste Party findet am 23.09.17 in Mannheim statt, gefolgt von der großen KizombaInvasion Frankfurt vom 29.09. – 01.10.2017, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Wir dürfen gespannt sein.

Kurz und knapp

  • 2 Floors

    Urban Kizomba und Classic Kizomba & Semba

  • Benefizveranstaltung

  • Hohes Tanzniveau

    50 Taxitänzer (männlich und weiblich)

  • abwechslungsreiche Musik und guter DJ Mix

  • Frühstücksbuffet und afrikanisches Essen

  • zu hohe Temperaturen

    vor allem wetterbedingt (hohe Außentemperaturen)

  • im Vorfeld wechselnde Workshoppläne

  • Änderung des Zeitplans

    komplette Änderung des Ablaufplans am Sonntag

Nächste Termine

23.09.2017 Kizinvasion Day Mannheim

29.09. – 01.10.2017 KizombaInvasion Frankfurt 

Qualitativ hochwertige Künstler und Workshops, stimmungsvolle Partys und eine neue „heisse“ Location bestimmten vom 17.-19. März das sechste Afromoves Kizomba Festival in Ludwigsburg mit insgesamt über 250 Workshop Teilnehmern und über 500 Partygästen. Eine persönliche und harmonische Stimmung, gut gelaunte Teilnehmer und abwechslungsreiche Musik zogen sich über das komplette Festival hinweg. Aber was hat es mit „Muxima“ auf sich? Lest selbst…

Gute und ausgereifte Organisation

Jahrelange Erfahrung in der Organisation von Events haben sich bemerkbar gemacht. Sei es die Speisenorganisation, der nötige Ausgleich zwischen Tänzer und Tänzerinnen oder die Betreuung der Festivalteilnehmer. Spürbar war die familiäre Atmosphäre, die dem Afromoves Team sehr wichtig ist. Ein Festival mit Persönlichkeit und Wohlfühlatmosphäre! Mehr Klasse statt Masse ist die Devise. Die neue Location in Ludwigsburg, Clubheim 1. TC Ludwigsburg bot ausreichend Platz für Workshops, Partys und auch für gelegentliche Pausen im Restaurant und Loungebereich.

Workshops – vom Beginnerbootcamp bis zur Masterclass

Stones und Sabine Workshop

Photo by Photoart Eichin

Wie gewohnt bemühte sich Afromoves um eine breit gefächerte Workshopauswahl: für Kizomba-Neulinge gab es ein 6-stündiges Beginner-Bootcamp, auf Samstag und Sonntag verteilt. Beste Gelegenheit, die grundlegenden Kizomba Basics kompakt zu erlernen. Es lockte sowohl völlige Anfänger als auch Tänzer mit Vorkenntnissen an. Vom Grundschritt, über richtiges Führen und Folgen sowie erste wichtige Figuren und simple Figurenabfolgen wurden den motivierten Teilnehmern nahegebracht. Überraschend war der Männerüberschuss. Ein Lichtblick für uns Tänzerinnen, die auf Partys meist in der Überzahl sind. Freut euch Ladies, der Nachwuchs kommt! Beim anschließenden Social Dancing konnten die Bootcamp Teilnehmer in entspannter Atmosphäre die Inhalte noch weiter trainieren.

Beginner-Bootcamp Teilnehmerstimmen

Es war super organisiert. Die Stunden waren richtig gut aufgebaut und durchgeführt. Alle Anfänger sind super mitgekommen und wir konnten am Sonntag tatsächlich Kizz Tanzen. Alles zusammen ein mega Wochenende, würde ich sofort wieder machen und jedem empfehlen.“

Bea

Das Bootcamp war echt toll und hat Spaß gemacht. Die Tanzlehrer haben ihre Sache sehr gut gemacht und die einzelnen Schritte/ Figuren auf eine sympathische Art vermittelt. Die Inhalte der zweimal 3 Stundenblöcke haben angefangen mit den Basics und erste Figuren vermittelt, um auf einer Kizomba-Party problemlos den ganzen Abend tanzen zu können. Ich kann das Bootcamp nur empfehlen und werde bestimmt weiter machen.“

Stefan

Es war ein ganz tolles Wochenende. Im Anfängerbootcamp war es sehr lehrreich und hat sehr viel Spaß gemacht. Alles in allem war es ein gelungenes Event und wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich beim Kizomba Tuning von Afromoves wieder dabei.“

Katrin

 

Fortgeschrittene kamen bei der qualitativ hochwertigen Auswahl an Workshops ebenfalls auf ihre Kosten. Kizomba, Urban Kiz, Semba, Afro, Tarraxinha und Ladystyle Workshops in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, von namhaften Künstlern wie Sunny & Silvija, Stone’s & Sabine und Jojo & Mickaela brachten die Qual der Wahl mit sich.

Besonders anspruchsvoll: der limitierte Masterkurs von Jojo & Mickaela, der ein straffes Tempo innehatte. Hier konnten die Tänzer und Tänzerinnen zeigen was sie können, Kizomba-Fähigkeiten auf sehr hohem Niveau verfeinern und vor allem mehr von Jojo & Mickaela’s ganz eigenem Stil erlernen.

 

Master-Class Teilnehmerstimmen

Die Masterclass war auf einem sehr hohen Niveau. Die beiden zeigten einige ihrer ganz eigenen Schritte – in dem Stil, den wir von ihnen gewohnt sind und der schon fast ihr Markenzeichen ist. Die beiden unterrichten sehr professionell und sind sehr bedacht darauf, v.a. die Technik ordentlich und verständlich zu erklären. Ich denke, in dieser Stunde war keiner der Teilnehmer unterfordert und jeder hat etwas Neues dazugelernt.“

Eva

„Mir hat es sehr gut gefallen. Man musste auf einem gewissen Level sein um teilnehmen zu können und alle Teilnehmer haben sich daran gehalten. … wir haben zwischen 4-5 Figuren gelernt in einer Stunde. Jojo und Mickaela haben während des Kurses den verschiedenen Tänzern bei der Ausführung der Figuren zugesehen und individuelles Feedback gegeben. Für mich war es ein super Kurs und ich würde es 9 aus 10 Punkten geben. ….“

Djedje

„… Das Tempo war sehr angenehm und die verschiedenen Übungen waren angemessen. Wichtig waren vor allem die Tipps die gegeben wurden. …  Man merkt ihnen an, dass sie Tanzen wirklich genießen aber Technik sehr wichtig ist. Ich würde sofort wieder eine Masterclass bei Ihnen machen.“

Mariette

 

Photo by KizzMag

Überraschend tiefgründig: Ronie Saleh! Bei seinen bewegenden und philosophischen Worten zum Tanz und zur allgemeinen Lebenseinstellung, stockte so manchem Teilnehmer der Atem. Kein Wunder, dass seine Termine über ein Jahr im Voraus ausgebucht sind. Seht hierzu auch den Artikel: Ronie Saleh – dance with body and soul.

Partys und Shows mit persönlicher Note

Wohlfühlatmosphäre am Freitag schuf insbesondere der Ausgleich zwischen Tänzer und Tänzerinnen. Keine Schlange an Damen, die Ewigkeiten am Rand warten mussten, ehe sie aufgefordert wurden. Das Verhältnis war, unter anderem durch eine gute Auswahl an Taxitänzern, sehr ausgeglichen. DJ Dameri und DJ Dominique sorgten am Freitag für abwechslungsreiche Musik. Kizomba traditional, Urban, Tarraxinha, Semba und Afro House – alle Musikstile wurden bedient. Nachteilig am Freitag war lediglich die hohe Temperatur im Tanzsaal. Für die starke Hitze reichte die Klimaanlage nicht aus. Samstag wurde umgehend nachgesorgt: die Klimaanlage wurde frühzeitig eingeschalten und zusätzliche Ventilatoren aufgestellt, dies ermöglichte ein wesentlich angenehmeres Tanzen, insbesondere während der prall gefüllten Abendparty. Trotz der hohen Temperatur ließen sich die Gäste jedoch nicht vom Tanzen abhalten, dafür war die Stimmung viel zu gut.

Liveauftritt Tony Gomes "Muxima"

Photo by Photoart Eichin

Der Liveauftritt von Tony Gomes leitete die Shows ein. Mit sanften Klängen und dem Titel „Muxima“- auf Deutsch „Herz“ und einer kurzen Vorstellung des gesamten Afromoves Teams, verlieh er der Showphase eine ganz persönliche und unverwechselbare Note. Tony ließ es sich nicht nehmen, seiner tatkräftigen Mannschaft und seinen Unterstützern Dankbarkeit zu zeigen. Die darauffolgenden Tanzshows waren allesamt qualitativ hochwertig und abwechslungsreich, sodass keinerlei Langeweile aufkam und für Kurzweile sorgte. Die anschließende Afro House Animation brachte die Teilnehmer wieder in Bewegungslaune, bevor DJ Radikal mit seinen besten Stücken die Tanzlaune zum Höhepunkt brachte. Trotz leichtem Frauenüberschuss am Samstagabend war die Stimmung durchweg hervorragend. Auch die Taxitänzer haben gute Arbeit geleistet. Getanzt wurde, bis die letzten Tänzer gegen 6 Uhr am Morgen die Tanzfläche verließen.

  • kleineres, aber feines Festival mit persönlicher Note

  • Qualitativ hochwertige Künstler mit abwechslungsreichen Workshops

    Sowohl traditionelle, Urban Kizz, Semba und Afro Workshops wurden angeboten

  • Gute Balance zwischen Tänzer und Tänzerinnen

  • Taxi Tänzer Teams

    Waren sorgfältig und in angemessener Anzahl ausgewählt

  • Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend

  • 6-stündiges Beginnerbootcamp

    Perfekt geeignet für den kompakten Kizomba-Einstieg

  • harmonische und familiäre Stimmung

  • Parkplatzsituation

    Trotz organisierter Parkplätze mussten einige Teilnehmer wohl lange Fußwege in Kauf nehmen, da die Wohngebiete in naher Umgebung restlos überfüllt waren. Höchstwahrscheinlich kam dies am Samstag durch ein parallel stattfindendes Fußballspiel, nur wenige Meter von der Location entfernt, zustande. Denn seitens Afromoves wurden ausreichend Parkplätze für die Festivalteilnehmer organisiert.

  • Partyraum zu warm

    Den Teilnehmern war es insbesondere am Freitag viel zu warm im Tanzsaal. Samstag hat die Organisation sofort mit weiteren Ventilatoren gegengesteuert. Im Vergleich zu anderen Locations war die Temperatur jedoch immer noch gut erträglich.

Rundum gelungenes Festival mit harmonischer Stimmung

Glückliche Festival-Teilnehmer, zufriedene Artisten und eine tolle Stimmung resultieren aus dem sechsten Afromoves Kizomba Festival. Die Feedbacks der Künstler als auch der vielen Teilnehmer sind durchweg positiv und macht Lust auf die nächste Veranstaltung vom 16.-18. März 2018.

Weitere Afromoves Kizomba Veranstaltungen findet ihr in unserem Event-Guide. Unter anderem wird sonntäglich eine kleine Kizombaparty, sowie einmal monatlich die „Noite de Kizomba“ am Samstagabend veranstaltet. Informationen zur Afromoves Tanzschule findet ihr in unserem Kizz-Index.

Die Bilder vom diesjährigen Festival findet ihr hier:

Bilder by Andrea Wittstruck

Bilder by Photoart Eichin

Das erste Maiwochenende stand voll im Zeichen des Kizombasterns. Zum vierten Mal wurde das „Luxemburg Kizomba Festival“ veranstaltet, welches mehr als 2000 Kizomberos auf die LuxExpo nahe des Flughafens lockte. Wir haben uns auf den Weg gemacht und Organisation, Auswahl der Künstler, die Location sowie die Partys beleuchtet. Und erlebten ein Top-Event, wie man im Weiteren sieht:

Top Line-Up und super Location

Line-up:  unschlagbar! Das Who is Who der Kizomba Szene war vertreten, angefangen von Albir über Felicien & Isabelle (mit wunderschönem Babybauch), Laurent & Adeline, Jojo & Mickaela wie auch  weitere Top Künstler der Szene, welche in 3 Tagen verschiedenste Workshops durchführten. Über die Qualität der Workshops ließ sich bei diesem Aufgebot an Artisten wahrlich nicht meckern.

Luxemburg - Workshop Jojo & Mickaela

Photo by KizzMag

Die Location war sehr gut gewählt. Das Messegelände LuxExpo bot ausreichend Platz für die vielen Festivalgäste und auch ausreichend Parkplatzmöglichkeiten (teilweise kostenpflichtig). Besonders positiv war das Klima in den Räumen, welches insbesondere während der Partys  durchgehend sehr angenehm und niemals zu warm erschien. Bei so vielen Gästen eine Seltenheit,  hohe Decken und eine gute Durchlüftung waren hier ausschlaggebend.

Routinierte Organisation mit Detailliebe

Die Organisation hatte das sehr große und komplexe Festival voll im Griff. Alles funktionierte reibungslos oder machte zumindest nach außen hin diesen Eindruck – und das zählt! Personal war in jeglicher Hinsicht ausreichend vorhanden,  die Gestaltung der Location gemäß der verschiedenen Mottos gut umgesetzt. Die Organisatoren lebten, die jeweiligen Mottos wirklich, kreierten nicht einfach nur ein Motto des Mottos wegen. So stand am Olympus Abend plötzlich ein Römer in Vollmontur vor uns. Griechische Säulen oder der Tischkicker am World Cup Abend, welcher manchmal mehr Herren anzog, als ein guter Kizomba Song, rundeten das Mottofeeling ab. Und so mancher Spieltrieb wurde ausgiebig am Tischkicker ausgelebt.

Einzig das Timing der Workshops war nach unserem Empfinden unglücklich gewählt. Es gab keine Pausen zwischen einzelnen Workshops, sie gingen zeitlich nahtlos ineinander über. Die Teilnehmer mussten quasi in die nächsten Räume rennen, um schnellstmöglich zum nächsten Workshop zu gelangen. Dass manche Künstler dann ihre Workshops zeitlich überzogen – teilweise sogar bis zu 15 Minuten – machte die Sache noch stressiger.  Hier wären kurze Pausen zwischen den Workshops sinnvoll gewesen.

Musikalische Bestleistung

Die Musik erhält einen ganz großen Pluspunkt. Top DJs wie Morelasoul, Stefano de Lima, Leda oder Madiss schöpften aus dem Vollen und das Resultat war die beste Mischung an Kizomba Musik, die wir seit langem gehört haben. Dementsprechend konnte man kaum still stehen und wollte quasi zu jedem einzelnen Song tanzen. Hier kommen wir auch zum ganz großen Negativpunkt des Festivals.

Ein unzumutbarer Frauenüberschuss

Am 15. März schrieb die Organisation: „Because our goal is to have the most possible the balance between women and men. Sale of WOMEN PASS will stop today at midnight.“ Eine solche Aussage hört sich vielversprechend an und es durfte ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Tänzer und Tänzerinnen erwartet werden. Immerhin wurden die Tickets nach Geschlechtern getrennt verkauft. Am 28. März wurde der Ticketverkauf für Damen wieder freigegeben.

Dort angekommen, fanden sich entgegen der Erwartung sowohl beim Social als auch auf den Partys Schlangen an Frauen – teilweise 2-reihig, die am Rande auf einen Tänzer warteten. Das Resultat: Damen, die teilweise keine 10 Lieder über die Festivaltage getanzt haben und männliche Tänzer / Taxitänzer, die völlig erschöpft waren, da sie quasi ohne Pause tanzen mussten, um möglichst viele Damen glücklich zu stimmen. Wir sprachen mit Tänzerinnen, die sagten, sie trauten sich nicht mehr Taxitänzer aufzufordern, da sie völlig erledigt aussahen.

Ein nach Geschlechtern getrennter Ticketverkauf ist u.E. sinnlos, wenn letztendlich doch ein völlig ungleiches Verhältnis zugelassen wird. Viele Gäste waren genau deshalb angesäuert, da sie aufgrund der Erwartung auf eine gute Balance ihr Ticket gebucht hatten. Mal abgesehen von den völlig erschöpften Tänzern, die sich kaum Pausen gönnten, um kein schlechtes Gewissen zu bekommen. Hier sollte seitens der Organisation nachgebessert werden, da es viele Tänzerinnen gibt, die dieses Festival unter diesen Umständen nicht mehr besuchen werden.

Ein Appell an die Taxitänzer

Von mehreren Seiten wurde auch berichtet – was sich mit unseren Beobachtungen deckte, , dass diverse Taxitänzer ihren Job verfehlt haben. Da wurden junge, hübsche und sehr gute Tänzerinnen auf der Tanzfläche bespasst, wohingegen weniger erfahrene, ältere oder nicht dem Schönheitsideal entsprechende Tänzerinnen teilweise mehr als eine Stunde am Rand warteten und „übersehen“ wurden. Es wundert nicht, die Veranstaltung ist zu groß und komplex, um einen Überblick darüber zu behalten und zeitnah einzuschreiten.

Diese beiden Negativpunkte haben bei vielen Gästen für Missstimmung gesorgt. Es bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren für das nächste Event Abhilfe schaffen wird. Dann wäre es eines der besten Kizomba Festivals, die es zu besuchen gilt.

Festival zu groß?

Luxemburg Kizomba Festival, Workshop von Laurent & AdelineOb man ein solch großes Festival mag oder lieber kleinere bevorzugt, ist Geschmackssache. In Luxemburg suchten wir uns geschlagene 2 Stunden in der Menschenmasse. Auf der anderen Seite gab es dementsprechend sehr viele gute Tänzer auf hohem Niveau und auch ein klasse Line-Up mit großen Stars. Nur Festivals in einer solchen Größe können sich ein derartiges Line-Up überhaupt leisten. Aber je größer und komplexer ein Festival wird, desto unpersönlicher wird es auch. Die Gruppengröße der Workshops beispielsweise bei Albir oder Laurent & Adeline, ging weit über 200 Teilnehmer hinaus. Es stellt sich die Frage, wie sinnvoll ein Workshop sein kann, wenn man die Schritte aus 30 Meter Entfernung sieht.

Die einen mögen es, die anderen nicht. Hier gilt: Jedem das Seine.

Fazit:

Wer auf ein möglichst großes Festival mit guter Organisation und einem top Line-Up sowie den besten DJs der Szene gehen möchte, ist mit Luxemburg bestens beraten. Das tänzerische Niveau ist sehr gut und die Location ist ebenfalls super. Jedoch muss der Frauenüberschuss drastisch verringert werden. Damen, die es generell schwerer haben aufgefordert zu werden, werden unter den bestehenden Bedingungen eher frustriert nach Hause fahren.

Wer sich jetzt schon ein günstiges Ticket für 2018 sichern möchte, findet die Veranstaltung über folgenden Link:

Ein Bericht von Silke Wiedenhöft